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  • Elisabeth

Willkommen - Creatifiction und wie es dazu kam.


Ich freue mich, dass du den Weg zu mir gefunden hast. Mein bisheriges Berufsleben war, wie soll ich sagen, kunterbunt. Schon oft musste ich mich in einem Bewerbungsgespräch rechtfertigen, warum ich denn nun so einen "bunten" Lebenslauf habe. Ich beantworte in dem Fall natürlich brav die Frage, aber innerlich denke ich mir "Wie kann man keinen bunten Lebenslauf haben?".

Soweit ich mich zurückerinnern kann war ich neugierig und immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen, also hab ich studiert, fand aber zu dem Zeitpunkt das Metier langweilig. (Kommunikationswissenschaft) Zeitgleich habe ich meine Leidenschaft aus der Kindheit wiederentdeckt und kam auf die glorreiche Idee, für die nächsten Jahre, Operngesang zu studieren. Ist auch an sich ein toller Beruf, aber meine Karriere war dann eher holprig und nach vielen Versuchen und vielen zugeschlagenen Türen habe ich mich auch davon abgewandt. Zumindest bisher.

Da ich seit ich 17 bin immer nebenbei gejobbt habe(dies&das), habe ich auch während meinem Gesangsstudium gearbeitet. Da fand sich dann die nächste Faszination für mich – die Aviatik. Ich habe bei uns am Flughafen beim Bodenpersonal gearbeitet und zigtausende Menschen eingecheckt und geboardet. Koffer gesucht und eigentlich auch immer gefunden. Für einige Jahre war das auch sehr abwechslungsreich und spannend. Wie gewohnt wurde mir dann wieder langweilig und das ist gewöhnlich der Zeitpunkt für meine etwas verrückten Ideen bezüglich neuen Jobaussichten. Meine beste Freundin und ich kamen auf die Idee, dass es doch ganz schön wäre sich die Welt selber etwas genauer anzuschauen und zu bereisen. Geld ausgeben wollten und konnten wir nicht, zumindest nicht im großen Stil. Unser Lösungsansatz: Wir werden Flugbegleiter!

Gesagt, getan! Für die beste Airline beworben und Glück gehabt. Fünf Jahre haben wir uns die Welt angeschaut und wurden dafür bezahlt. Mehr als ein Job, ein Lebensstil – mehrheitlich ein ganz toller, kommt natürlich auf die Airline an, aber wir waren ja bei den Besten. ;) Doch die schönen Destinationen fordern auch ihren Tribut. Jetlag war mein zweiter Vorname und ich habe in meiner eigenen Zeitzone gelebt. Da ich wie alle, nicht jünger geworden bin während meiner Erkundungsphase, musste ich mir vor zwei Jahren die Frage stellen, wie lange ich dieses Leben und den Lifestyle noch haben kann und will. Es war eine wunderbare Zeit und ich habe so tolle Menschen getroffen und Dinge gesehen. Langfristig ist es aber für mich und meinen Körper sicher gesünder wieder einen etwas regelmäßigeren Lebensstil zu finden. Die Entscheidung war gefallen.

Ich habe gekündigt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das war im September 2017 und es war auch zu diesem Zeitpunkt, dass ich Lettering entdeckt habe. Wie so viele wurde ich von Frau Hölle alias Tanja Capell stark inspiriert. Bis heute hoffe ich einmal einen Kurs bei ihr zu machen. Zumindest habe ich das höll'sche Studio in München schon besucht. April 2018 kam dann das iPad dazu und ab dem Zeitpunkt letterte ich hauptsächlich digital. Stefan Kunz, Ian Barnard und noch ganz viele andere große und kleine Accounts auf Instagram haben mich inspiriert und mich herausgefordert meine Skills in Sachen Procreate zu verbessern. Ich habe gelettert was das Zeug hält. Einzelne Buchstaben, Worte, Sprüche – nichts war sicher. Irgendwann wurde mir aber auch das wieder etwas langweilig. Die coolen Sprüche gingen mir aus bzw. hatte ich das Gefühl sie alle gelesen und geschrieben zu haben. Da kam das Illustrieren in mein Leben.

Seit Mai 2019 gehöre ich nun zu den angehenden Illustration Artists. Sara Faber und Mitch Leeuwe sind meine Idole, wenn man das so sagen kann. Ich bin auf der Suche nach meinem eigenen Stil und sehe noch ganz viel Arbeit vor mir, aber genau das freut mich wahnsinnig. Mit den Bereichen Lettern und Illustrieren wird mir sicher nie wieder langweilig. Die Aufträge und Möglichkeiten sind so unterschiedlich, dass man sicher nie alles gesehen und gemacht hat. Ich freue mich darauf mit den Illustrationen Geschichten zu erzählen und die Welt ein bisschen bunter zu machen. Damit nicht nur mein Lebenslauf dieses Attribut erhält. :)

Endlich bin ich angekommen und weiß, was mich nun für immer begleiten wird. In welcher Form – nur zum Spaß, nebenberuflich oder gar hauptberuflich wird sich ergeben und mir ist alles recht. Ich habe super viel Spass beim lernen und liebe es, wenn ich mich verbessere. Wenn dann noch jemand Freude hat mit meinen Werken, ist es umso besser. Herz was willst du mehr?!


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